Farben und ihre Bedeutung

Schaut man zurück in ältere Kulturen, so findet man schon dort Beeindruckendes zum Thema Farbe. Schon damals erkannte man, dass Farben das Energiesystem des menschlichen Körpers beeinflussen können. So bestrich man in China Patienten, die unter Darmerkrankungen litten, mit gelber Farbe, während die Ägypter Kranke in ganzen Farbtempeln behandelten. So gab es für die einzelnen Krankheiten sieben verschiedenfarbige Räume, in welchen die Erkrankten, je nach Art und Schwere der Krankheit, verweilen sollten.

 

Farben wirken unterbewusst und können unsere Stimmungslage beeinflussen.

Der Sehnerv, unser Auge, nimmt eine Farbe wahr, woraufhin entsprechende Reize im Gehirn ausgelöst werden, welche wiederum auf das körperliche und emotionale Empfinden einwirken. Nicht nur gute Laune, Lebensfreude und Wohlbefinden kann durch die Energie der Farben gefördert, sondern auch disharmonische Schwingungen und Beschwerden können ausgeglichen werden.

 

Die richtige Farbwahl für die Gestaltung unserer eigenen vier Wände ist also von großer Bedeutung.

 

Wie möchten Sie gerne wohnen?
Wollen Sie entspannen, wenn Sie nach Hause kommen?
Oder aber bevorzugen Sie Impulse, wenn Sie einen Raum betreten?

 

Meist spürt man, ob man eher der sogenannte Sommertyp ist, den es zu Gelb- und Rottönen zieht, oder ob man sich eher zu tiefen Erdtönen hingezogen fühlt.

Die Erkenntnisse aus der Farbberatung zeigen uns zwar, mit welchen Farbtönen wir uns wohl fühlen, doch darf man bei der Raumgestaltung nicht außer Acht lassen, dass Farben nicht nur das Tageslicht, sondern auch das Raumempfinden beeinflussen. Man braucht also ein Farbkonzept. Die „Ton-in-Ton“-Methode ist wohl die einfachste aller harmonischen Farbwirkungen. Wer es lieber bunter mag, sollte sich bei den Nachbarfarben im traditionellen Farbkreis bedienen. Weil Blau nicht gleich Blau und Rot nicht gleich Rot ist, weil es unzählige Nuancen einer Farbe gibt, ist es wichtig, sich die Farbmischung zu merken, falls man zu einem späteren Zeitpunkt erneut diesen Farbton streichen möchte. Unser Farbtonfächer ist hier eine besondere Hilfe.

 

Assoziation und Farbwirkung

Weiß vermittelt Reinheit, Ehrlichkeit, Ordnung und Seriosität. Weiß ist die klassische Wandfarbe, mit der man kein Risiko eingeht. Weiß strahlt, wirkt edel und lässt sich hervorragend kombinieren.

 

Schwarz zeugt in der farbigen Gestaltung eines Raumes von klassischem Schick und Eleganz. So können gekonnt gesetzte schwarze Akzente in der Raumgestaltung stilvoll, geheimnisvoll und edel wirken, während ein „Zu viel“ dieser Farbe wiederum eine erdrückende Wirkung hervorrufen könnte.

Ähnlich verhält es sich mit der Farbe Grau, welche Nüchternheit, Sachlichkeit und Schlichtheit vermittelt.

 

Grün und Blau sind zwar kühle Farben, verbreiten aber keineswegs eine kalte Atmosphäre im Raum.

Bei Blau denken wir an das Meer oder den Himmel. Es steht für Zufriedenheit, Harmonie und Hoffnung und wirkt in einem Raum beruhigend.

Grün vermittelt Frische, Naturverbundenheit, Entspannung und Ruhe. In der Raumgestaltung bewährt sich Grün durch seine positive, angenehm ausgleichende Wirkung.

Beide Farben tragen zu einer entspannten Grundstimmung bei und sind somit für das Badezimmer genau wie für den Schlafbereich absolut zu empfehlen. Experten empfehlen Blau- und Grüntöne sogar an den Kinderzimmerwänden hyperaktiver Kinder.

 

Gelb wird gerne mit Sonnenlicht und Wärme verbunden und vermittelt Heiterkeit und Freundlichkeit.

 

Rot und Orange wirken in der Wandgestaltung anregend und können träge Menschen antreiben.

Die Signalfarbe Rot vermittelt Stärke, Aktivität und Dynamik, kann aber auch, je nach Abtönung, warnend oder aber warm und leidenschaftlich wirken. Diese Farbe macht sich gut im Fitness- oder Hobbyraum, da sie den Puls steigen lässt.

Die Farbe Orange repräsentiert Lebensfreude, Spaß und Aktivität. Gerne assoziieren wir mit ihr Feuer und damit Wärme, Gemütlichkeit und Geborgenheit. In Räumen, in denen Menschen zusammenkommen, beispielsweise im Esszimmer, passt Orange ideal, da es kommunikativ und appetitanregend wirkt.

 

Violett- und Lilanuancen können feminin und lieblich wirken. Sie unterstützen aber auch geistige und kreative Arbeiten, fördern die seelische Stabilität und liegen voll im Trend. In Meditationsräumen, im Arbeitszimmer oder in der Bibliothek kommt die inspirierende Wirkung perfekt zur Geltung. Jedoch ist hier Fingerspitzengefühl gefragt, denn schnell kann dieser positive Einfluss in Erdrückung umkehren, wenn die Farbe zu dominant wird.

 

Es ist erstaunlich, was Farbe alles kann: Räumen die passende Atmosphäre verleihen, Behaglichkeit und Entspannung schaffen, das Tageslicht beeinflussen, anregen oder beruhigen und sogar Räume größer oder aber intimer wirken lassen.

 

Sie haben es in der Hand!

 

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